Konzeption der Kath. Kindertageseinrichtung St. Hedwig

Stand: September 2015

Vorwort

Am 21.09.1960 wurde der Kindergarten eingeweiht und hat sich in den Jahren immer wieder verändern müssen. So wurden bis 2007 auch Hortkinder in einer großen altersgemischten Gruppe betreut. Provisorisch war von 1989-1998 eine vierte Gruppe in dem Kindergarten geöffnet, die dann aber später geschlossen wurde.
2010 entstand im Rahmen des U3-Ausbaus eine Gruppe des Gruppentyps II. Im Kindergartenjahr 2013/14 hat sich die Einrichtung auf den Weg zum Familienzentrum gemacht. Zum 31.07.2014 hat unsere Einrichtung erfolgreich die Zertifizierung erhalten.
Zentrale Fragen bei einer Evaluation der Konzeption sind: Was sollten Kinder und Ihre Familien erlebt, erlernt und erfahren haben, wenn sie unsere Einrichtung verlassen? Welche Bildungsziele verfolgen wir in unserer Kindertageseinrichtung und im Familienzentrum? Wie erfahren Familien konkret, gut übersichtlich und möglichst prägnant von unseren pädagogischen Zielen und deren Umsetzung?
Eine Konzeption gilt als eine verbindliche Handlungsanleitung mit Zielen, rechtlichen Rahmenbedingungen und dem Leitbild der Trägerschaft, die von allen Mitarbeiterinnen im Alltag umgesetzt wird.
Daher evaluieren wir jedes Jahr unsere Konzeption. Ein gemeinsamer Konzeptionstag, an dem das gesamte Team an neuen Fragestellungen zur Bearbeitung der Konzeption tätig ist bietet die Grundlage für die Fortschreibung. Neue Erkenntnisse aus Wissenschaft und Fortbildungen werden auf unsere Einrichtung hin überprüft und nach den Bedürfnissen der Kinder und den Familien eingearbeitet.

Träger unserer Einrichtung

Unsere Kindertageseinrichtung wird über drei Pfeiler getragen:

1. Kinderbildungsträger

Sozialstruktur

Die Kindertageseinrichtung St. Hedwig befindet sich in einem kleinen Ortsteil in Iserlohn, dem Nussberg. Dieser Ortsteil ist sehr gut mit dem Bus zu erreichen. Bis zum Zentrum, der Innenstadt von Iserlohn, sind es ca. 3 km. Der größte Teil der Kinder wohnt in der näheren Umgebung der Kindertageseinrichtung. Die Wohnsituation der einzelnen Familien ist unterschiedlich. Einige wohnen in Mehrfamilienhäusern, andere in älteren Einfamilienhäusern, die von der nachrückenden Generation teilweise renoviert wurden. Die Grund- und Gesamtschule sind fußläufig gut zu erreichen. Am unteren Nussberg befindet sich das so genannte Zentrum mit einer Sparkasse, Frisör, Blumenladen, Bäckereien und der Apotheke. Verschiedene Arztpraxen können dort ebenfalls aufgesucht werden. Am oberen Nussberg, wo sich auch der Kindergarten befindet, wohnen zahlreiche Familien mit Migrationshintergrund, wie z.B. marokkanische und türkische Familien. Außerdem wohnen dort einige ehemalige Spätaussiedler aus Polen und russische Familien. Es handelt sich hierbei vor allem um sogenannte “Arbeiterfamilien“.
Zum Einzugsgebiet der Einrichtung gehört der gesamte Nussberg. Es ist zu beobachten, dass besonders die Kinder vom oberen Nussberg unsere Einrichtung besuchen, da wir für sie fußläufig gut zu erreichen sind und die älteren Kinder somit auch alleine den Kindergarten aufsuchen könnten. Kinder aus anderen Stadtteilen besuchen unsere Einrichtung, wenn ein Bezug zum Nussberg vorhanden ist. Wenn z.B. die Verwandtschaft hier wohnt, Berufstätigkeit der Eltern, oder auch Eltern die selbst als Kinder schon diesen Kindergarten besucht haben. Auch Eltern von Kindern unter drei Jahren nutzen unser Angebot und nehmen dafür längere Anfahrtswege in Kauf. Bevorzugt nehmen wir Kinder auf, die katholisch sind. Aber auch evangelische, moslemische und nicht getaufte Kinder besuchen unsere Einrichtung.
Die Aufnahmekriterien für die neuen Kinder, werden durch den Rat der Tageseinrichtung und das örtliche Jugendamt festgelegt.

Viele Kinder der Einrichtung haben noch Geschwister. Beide Elternteile sind berufstätig, wobei einige Mütter nur stundenweise arbeiten. Wir haben aber auch Familien, in denen beide Elternteile arbeitssuchend sind, jedoch stellen diese im Moment die Minderheit dar.
Es ist zu beobachten, dass einige Kinder im sprachlichen Kompetenzbereich Auffälligkeiten zeigen. Die Kinder der eingedeutschten Spätaussiedlerfamilien beherrschen oft die deutsche Sprache nicht richtig, aber auch die Kinder aus deutschsprachigen Familien weisen oft sprachliche Defizite auf und nehmen in unserer Einrichtung an den zusätzlichen alltagsintegrierten Sprachförderangeboten teil.
Die Lebenssituation der Kinder hat sich dahingehend verändert, dass die Eltern ein immer größeres Bewusstsein für die frühkindliche Bildung ihrer Kinder entwickeln. Bildungseinrichtungen für Kinder erlangen somit einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft.
Auch die Familienstruktur hat sich verändert. Es gibt mehr Familien, in denen beide Elternteile berufstätig sind. Daher benötigen viele Familien unserer Einrichtung den Tagesstättenplatz mit einer 45 Stunden Betreuung. Weitere Gründe werden für die Nutzung eines 45 Stunden Platzes genannt:

Einrichtungsstruktur

Die katholische Kindertageseinrichtung St. Hedwig befindet sich unmittelbar neben der Kirche und dem Gemeinde- und Pfarrhaus der St. Hedwig Gemeinde.
Unsere Einrichtung öffnet täglich von 7.00 – 16.00 Uhr.
Die Schließzeiten können variieren. Zurzeit werden die Woche nach Ostern, die letzten drei Schulferienwochen und die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen. Weiter schließt die Einrichtung für einen Betriebsausflug, einen Konzeptionstag und einen Familienzentrumstag für die Erzieherinnen. Bis zu 25 Tage können im Kalenderjahr geschlossen werden.
In Notfällen, wie z.B. ansteckende Kinderkrankheiten oder Unwetterwarnungen, kann die Einrichtung kurzfristig geschlossen werden. In solchen Fällen überprüfen wir jedoch immer, ob ein dringender und nicht anders zu erfüllender Betreuungsbedarf besteht. Eine Betreuung in kooperierenden Kindertageseinrichtungen kann nach Absprache eventuell ermöglicht werden.
Wir sehen unsere Einrichtung als Lebensort für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen und unterschiedlicher Nationalitäten, in dem sie vielfältige soziale Erfahrungen sammeln können. Wir wollen die Kinder in ihrer Entwicklung dort abholen wo sie sich befinden und sie mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten annehmen, ihnen Hilfen geben und sie fördern. Bei uns ist es normal verschieden zu sein. Die Kinder sollen sich offen und tolerant entwickeln, aber auch die Fähigkeit besitzen für ihre Standpunkte, Meinungen und Anschauungen zu vertreten. Jedes Kind soll faire Chancen für das weitere Bildungssystem und das weitere Leben erlangen. Es ist unsere Aufgabe Kindern den Schlüssel zu vielen Lebensmöglichkeiten zu geben – dies bedeutet Bildung!
Die Entwicklung soll dahingehend gefördert werden, dass sich die Kinder zu gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten, mit Verantwortungsbereitschaft, Toleranz und interkulturellen Kompetenzen, entwickeln. Wir möchten die Kinder in der Aneignung von Wissen und Fertigkeiten in allen Entwicklungsbereichen unterstützen.

Menschliche Nähe, angenommen sein, respektvoller Umgang miteinander und Zuwendung sind die Grundbedürfnisse eines jeden Menschen. Sie sind sogleich die Grundvoraussetzung für ein gesundes seelisches und körperliches Wachstum bei jedem Kind.
Kinder suchen Orientierung, Sinnhaftigkeit und Antworten auf bedeutende Fragen, somit sind sie von Grund auf religiös. Uns ist es ein großes Anliegen, mit Kindern den christlichen Glauben zu leben und somit Werte zu vermitteln, die für das tägliche Miteinander in einer Gesellschaft unerlässlich sind.
Im Miteinander mit Anderen können die Kinder ihren Bedürfnissen und ihrer Situation entsprechend ihre Persönlichkeit entfalten und lernen, mit Frustrationen und Konflikten positiv umzugehen. In unserer Einrichtung können die Kinder Freiräume für ihre persönliche Entwicklung erleben aber auch liebevoll gesteckte Grenzen kennen lernen, die für die kindliche Entwicklung von großer Bedeutung sind. Freiräume und Beständigkeit bieten den Rahmen für Erfolgserlebnisse und eine positive Orientierung.

Gruppenstrukturen

Unsere Kindertageseinrichutng bietet Betreuung und Förderung für 55 Kinder.

U3 Gruppe (10 Kinder im Alter von 0,4 bis 3 Jahren):

Ü3 Gruppen (45 Kinder in zwei Gruppen von 3 Jahren bis zur Einschulung):

Die U3 Gruppe

Wir bieten mit unserer U3 – Betreuung...

...eine zuverlässige Betreuungsform für Kleinstkinder an und sichern so frühzeitig soziale Kontakte für Kinder und ihre Familien:

Die Ü3 Gruppen

In den Ü3 Gruppen werden die Kinder mit neuen sozialen Anforderungen konfrontiert, die sich aus der größeren Gruppenstärke ergeben. Die Erzieherinnen begleiten die Kinder dahingehend und bieten ihnen einen immer größer werdenden Entscheidungsspielraum nach den individuellen Bedürfnissen an.

Strukturen in den Ü3 Gruppen:

Mittagssituation

Beim Mittagessen essen alle Kinder mit ihren Erzieherinnen in den Gruppenräumen. Beim gemeinsamen, warmen Mittagessen, erfahren die Kinder Tischkultur und erleben Gesellschaft, es finden Tischgespräche statt und wichtige vielfältige Kompetenzen für das weitere Leben werden erfahren. So lernen die Kinder z.B. mit Messer und Gabel zu essen aber auch andere Tischregeln können den Kindern näher gebracht werden.
Anschließend werden die Zähne geputzt und ein Teil der Kinder geht zum Ruhen oder Schlafen in die Turnhalle. Die Kinder haben dort die Möglichkeit eine Kassette oder eine Geschichte zu hören und sich in angenehmer Atmosphäre, im eigenen Bett vom Trubel des Vormittages zu entspannen. Aus Platzgründen gehen nur die Kinder zum Ruhen in die Turnhalle, die ein regelmäßiges Ruhen benötigen. Es hat sich auch gezeigt, dass die älteren Kinder sich im Gruppenraum in der Kuschelecke oder auf dem Bauteppich zurückziehen und sich dort in einer kürzeren Ruhephase entspannen. Wichtig sind uns dabei das Bedürfnis der Kinder und der jeweilige eigene Ruherhythmus.

Midi- und Maxi-Kinder

Zwei Jahre vor der Einschulung erhalten die Kinder eine zusätzliche Gruppenzugehörigkeit. Sie sind dann Midi-Kinder. Im letzten Jahr vor der Einschulung werden die Midi-Kinder dann die Maxi-Kinder. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es den Kindern eine gute Vorbereitung auf die Schule bietet.
Sie erhalten Jahr für Jahr mehr Verantwortungen und fühlen sich in den Midi- und Maxi-Gruppen wertgeschätzt. Sie sind stolz und freuen sich auf die besonderen Aktivitäten. Der Midi- und Maxi-Club werden von den Erzieherinnen der Ü3 Gruppen zusätzlich durch Kleingruppenaktivitäten gefördert. Dies besteht nicht ausschließlich durch gesonderte Vorschularbeit, wie sie noch aus der vergangenen Zeit bekannt sein sollte. Vielmehr werden die Kinder mit alltagsintegrierten Verantwortungen betragen, wie z.B. Patenschaften für die neuen Kinder übernehmen und dürfen ihre Aktionen mitbestimmen und werden somit partizipiert.
Die Maxi-Kinder erfahren im letzten Jahr der Kita noch zusätzliche Angebote, wie der Besuch im Haus der Gefahren oder der Polizei.

Gemeinsame Strukturen (U3 und Ü3 Gruppen):

Ebenso wie auch in den anderen Gruppen gehört die religiöse Erziehung zu einem festen Bestandteil unserer Arbeit. Wir nehmen jedes Kind so an wie es ist und fördern positives Denken und Handeln. Bei uns erleben die Kinder Verlässlichkeit, Geborgenheit und die Kontinuität vertrauensvoller Beziehungen. Wir wollen unseren Kindern die Blicke für die „wunderbare Welt“ eröffnen und einen verantwortungsvollen Umgang damit vorleben.

Wir wollen:

Pädagogische Arbeit

Unsere pädagogischen Ansätze sind maßgeblich für unsere Zielsetzung und führen dahingehend zur Erreichung. Sie beschreiben unsere pädagogische und christliche Grundhaltung gegenüber den Kindern und Familien. Unsere Arbeit basiert auf folgenden Ansätzen.

Teiloffener Ansatz:

Für die Kinder bedeutet der Ansatz ein, nach ihren Bedürfnissen gestalteter Kindergartenalltag. Die Kinder dürfen einen Teil der Einrichtung unter bestimmten Regeln nutzen. Die Kinder haben die Möglichkeit andere Gruppen zu besuchen, den Rückzugsort Flur in Kleingruppen zu nutzen, die Turnhalle oder das Außengelände. Die Kinder können in diesen Teilen der Kindertageseinrichtung offen ihrem lernenden Spiel nachgehen.

Situativer Ansatz:

Für die Kinder bedeutet dieser Ansatz ein nach ihrer Lebenswelt und Lebenssituation gestalteter Kindergartenalltag. Kinder lernen durch das Anknüpfen an Ihre Situationen und an ihrem Interesse. Diese Themen dürfen die Kinder in ihrem Spiel frei ausleben. Zusätzlich beobachten die Fachkräfte die Kinder und ergänzen das Spiel mit Impulsen zur jeweiligen Situation.

Geplanter Ansatz:

Für die Kinder bedeutet der geplante Ansatz wiederkehrende Aktionen, Feste und Rituale. Feste im Jahres- und Kirchenkreis werden inhaltlich geplant, durchgeführt und gefeiert. Die Kinder werden ihrem Entwicklungsstand entsprechend mit in die Planung und die Durchführung einbezogen. Aber auch vorbereitete Aktionen überraschen die Kinder und bieten Anlässe für Erfahrungen und somit zum Lernen.

Katholisch – christlicher Ansatz:

Für die Kinder bedeutet der Ansatz in erster Linie, dass wir jedes Kind, unabhängig von seiner Glaubensrichtung annehmen und in seinem Glauben respektieren. Jedes Kind wird von Gott angenommen und dies leben wir im Alltag mit den Kindern. Uns ist die Weitergabe des christlichen Wertegedankens, des Miteinanders, besonders wichtig. Durch Feste, Feiern und Gottesdienste leben wir diesen Ansatz aktiv.

Integrativer Ansatz:

Für die Kinder bedeutet der integrative Ansatz eine grundlegende Bereicherung im sozialen Bereich. Entsprechend dem katholischen – christlichen Ansatz nehmen wir alle Kinder so an wie sie sind, mit all ihren Kompetenzen. In unserer Kindertageseinrichtung spielen und lernen Kinder mit und ohne Beeinträchtigung von- und miteinander. Durch die natürliche und ohne Scheu behaftete Umgangsweise von Kindern nehmen diese, Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten ohne Vorurteile an. Kinder mit Entwicklungsstörungen können durch die Kompetenzen der altersangemessenen Kinder lernen.
Wir arbeiten mit der „Integrativen Erziehung“, welche im Weiteren differenzierter beschrieben wird.

Integrative Erziehung

Entsprechend des Leitgedankens unser Arbeit wollen wir sowohl Kindern mit Beeinträchtigung und Kindern ohne Beeinträchtigung in unserer Einrichtung die Möglichkeit geben, zusammenzuleben und von- und miteinander zu lernen. Wir wollen offen und tolerant miteinander umgehen und jedes Kind in seiner Einzigartigkeit annehmen und fördern.
„Durch den täglichen und regelmäßigen Besuch unserer Einrichtung erfährt sich Ihr Kind im Zusammensein mit anderen Menschen. Dies kann, wo es möglich ist, auch gemeinsam für Kinder mit und ohne Behinderung stattfinden. Jedes Kind soll sich mit seinen individuellen Entwicklungsstand, seinem Denken und seinen Fähigkeiten angenommen fühlen (Inklusion). In diesem Zusammenleben und –spielen mit Anderen und im gemeinsamen Handeln gewinnt Ihr Kind Vertrauen, kann Freude erleben und Enttäuschungen verarbeiten. Ihr Kind entdeckt und entwickelt seine eigenen Möglichkeiten.“
(Broschüre Für Ihr Kind… die katholische Kindertageseinrichtung 19. Auflage 2015, Seite 4, 1.1)

Bei der integrativen Erziehung legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit den Eltern, um die pädagogische Arbeit möglichst effektiv und nachhaltig zu gestalten. Regelmäßige Elterngespräche sind uns wichtig.
Bei der Schulwahl stehen die Fachkräfte beratend zur Seite und unterstützen die Auswahl der bestmöglichen Förderinstitution. Ein regelmäßiger Austausch mit anderen Institutionen, wie Frühförderstellen, Logopädische Einrichtungen oder Fachärzten gehört für uns zu der guten Förderung der integrativen Erziehung. Ein Austausch ist wichtig, um dem Kind eine ganzheitliche und ergänzende Förderung, zum Erziehungsauftrag der Eltern, zu bieten. Daher gestalten wir den Austausch auch über Fotos, um so die Arbeit anschaulich zu präsentieren.

Integrative Erziehung meint eine gemeinsame und von allen Erzieherinnen zu tragende Pädagogik. Der pädagogische Mehraufwand wird durch eine zusätzliche pädagogische Fachkraft unterstützt. Diese ist jedoch nicht ausschließlich für die Kinder mit besonderem Förderbedarf zuständig. Die zusätzliche pädagogische Fachkraft erhält eine befristete Anstellung. Daher trägt eine festangestellte Fachkraft hauptsächlich die Arbeit rund um die integrative Erziehung. Mit diesem System können wir eine konstante Bindung zu den Kindern mit besonderem Förderbedarf und den Erziehungspartnern gewährleisten.

Die Förderung des Kindes soll abhängig von der Art der Beeinträchtigung durch Einzelangebote, Kleingruppenaktivitäten und auch in der Gesamtgruppe geschehen. Ausgehend von den Interessen und Stärken, orientiert an der Lebenswelt des Kindes mit Beeinträchtigung, werden die Angebote ausgewählt, geplant und durchgeführt. Wichtig ist uns dabei der intensive Kontakt der Kinder untereinander. Die Kinder sollen voneinander und miteinander lernen. Durch die Gestaltung der Räumlichkeiten und durch Impulse der Erzieherinnen sollen die Kinder in ihrem Lern- und Förderprozess unterstützt werden. Kleingruppenangebote sollen gegebenenfalls vormittags im Turnraum oder den Nebenräumen durchgeführt werden.
Alle Kinder haben besondere Bedürfnisse, jedes Kind (jeder Mensch) möchte geliebt, angenommen und akzeptiert werden und hat einen individuellen besonderen Förderbedarf. Wenn die Kinder mit besonderem Förderbedarf in Kleingruppen gefördert werden, so werden auch immer andere Kinder mit in die Kleingruppe genommen, um nicht das Gefühl einer „Sonderbehandlung“ zu vermitteln, dabei ist jedoch darauf zu achten, dass die Kinder der Kleingruppe voneinander profitieren können und sich nicht durch das Tun der anderen Kinder über- oder unterfordert fühlen.
Durch die integrative Erziehung wird den Kindern die Möglichkeit gegeben, eine Chancengleichheit für das weitere Bildungssystem zu erlangen. Je nach Schwere der Beeinträchtigung oder Einschränkung der unterschiedlichen Potenziale, ist dies nicht immer möglich.
Einige Kinder müssen fehlende Entwicklungsschritte nachholen, um Lücken in der Entwicklung wieder zu füllen. Erst dann können sich die differenzierten und aufbauenden Fertigkeiten ausbilden.

Im Rahmen der integrativen Erziehung treffen sich die Fachkräfte der Einrichtung im Märkischen Kreis zu einem Arbeitskreis. Dieser findet ca. alle vier Monate statt. Die Fachkräfte beraten sich gegenseitig über die Arbeit der Integration. Sie besprechen die pädagogische Arbeit mit den Kindern mit Beeinträchtigung und deren Familien. Auch werden bestimmte Themen angesprochen, wie z.B. die Erstellung von Teilhabe- und Förderplänen. Es ist auch möglich, sich zu diesen Treffen Referenten einzuladen, die über spezielle Themen mit den Fachkräften diskutieren und so neue Anregungen für die komplexe integrative Arbeit zu bieten. Der Arbeitskreis ist eine wertvolle Arbeit, da sie die Qualität der Integration steigert. Die zuständige Mitarbeiterin für die integrative Erziehung besucht die Arbeitskreise und gibt die Inhalte an die anderen Mitarbeiterinnen weiter.

In Gruppen mit integrativer Erziehung darf keine Überbelegung stattfinden.

Pädagogische Zielsetzung

Wenn wir über Ziele sprechen, dann sind die Entwicklungsziele gemeint, die mit bestimmter Förderung erreicht werden können.

Unser Ziel ist: dass sich die Kinder zu selbständigen, entscheidungskräftigen und glücklichen Menschen entwickeln.

Als Kindertageseinrichtung ist es unser Ziel, ein Ort zu sein, in dem Kinder sich geschätzt, angenommen und in ihrer Individualität akzeptiert und anerkannt fühlen. Nur dann können sich Kinder in ihrer Entwicklung entfalten und ihr Selbstbildungspotenzial ausschöpfen.

Dabei ist eine professionelle, von partnerschaftlicher Toleranz getragene Zusammenarbeit des Teams, als Modellwirkung bezogen auf die Gemeinschaft der Kinder, von großer Bedeutung. Nur durch die Arbeit in einem Klima des Vertrauens lässt sich ein guter und verlässlicher Umgang mit Kindern gewährleisten.

Die differenzierten Entwicklungsbereiche sind alle eng miteinander verbunden. Hier haben wir einen Teilbereich von Bildungszielen formuliert:

Das braucht ein Kind...

Jedes Kind hat individuelle Bedürfnisse und Interessen. Uns ist es sehr wichtig, die Kinder dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Sie mit ihren Selbstbildungspotenzialen ernst zu nehmen und sie liebevoll zu unterstützen in ihren Vorhaben. Doch es gibt Dinge, die braucht jedes Kind:

Bildungsbereiche

Aus der Broschüre „Mehr Chancen durch Bildung von Anfang an...“ des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

Schwerpunkte in unserer Kindertageseinrichtung

Die Einrichtung hat im Laufe der Jahre zusätzliche Schwerpunkte erarbeitet, die neben der oben genannten pädagogischen Ansätze und der gerade beschriebenen Bildungsbereiche unsere tägliche pädagogische Arbeit prägen. Diese Schwerpunkte werden mit unseren pädagogischen Ansätzen und den Bildungsbereichen verknüpft und es entsteht eine individuelle ganzheitliche Förderung.

1. Schwerpunkt im Musisch-ästhetischen Bereich

Unsere Einrichtung trägt die Auszeichnung „Felix – Wir singen gerne“. Felix ist eine musikalische Auszeichnung des deutschen Chorverbandes. Vor einigen Jahren haben wir diese Auszeichnung durch eine Rezertifizierung erneuert. Künftig wird die Felix Auszeichnung durch die Caruso-Auszeichnung abgelöst. Wir singen in angemessener kindgerechter Tonhöhe. Dies bietet den Kindern optimale Chancen, sich im musischen Bereich gut zu entwickeln. Die Kinder dürfen ihre Wünsche in der Liedgestaltung mit einbringen. Sie begleiten die Lieder durch Instrumente oder kreative Bilder, welche die Inhalte der Lieder wieder geben. Zu Festen und Veranstaltungen binden wir immer auch diesen Schwerpunkt mit ein. Er begleitet uns somit stets und die Beobachtungen zeigen, dass die Kinder unserer Einrichtung ein hohes Maß an musischer Empfänglichkeit zeigen.
Zusätzlich zu dem Angebot für die Kinder findet regelmäßig ein Eltern-Kind-Singen statt. So erfahren auch die Eltern die Fördermöglichkeiten über die musische Erziehung und lernen die Lieder des Alltages der Kinder kennen. Das Eltern-Kind-Singen ist ein Familienzentrumsangebot und somit auch für Familien und andere Interessierte von außen geöffnet.

2. Schwerpunkt im Bereich Mathematische Bildung und Naturwissenschaftlich-technische Bildung

Unsere Einrichtung trägt die Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“. Regelmäßiges Forschen und Experimentieren stehen auf unserem Plan. Sowohl das freie als auch das angeleitete Experimentieren können alle Kinder erleben. Sie dürfen den Dingen auf den Grund gehen. in Kleingruppen haben sie die Möglichkeit die Welt und die physikalischen Gesetzmäßigkeiten durch das Experimentieren zu erforschen. Zu Forschertagen laden wir auch die Eltern oder weitere Familienangehörige ein, damit die Kinder stolz ihre Ergebnisse präsentieren können.
So wird den Kindern der naturwissenschaftliche Bereich spielerisch näher gebracht und die Lust am Entdecken und Forschen geweckt. Außerdem ist dieses Forschen für den weiteren Schulweg sehr förderlich. Man weiß heute, dass der Grundstein für die naturwissenschaftliche Bildung und das logische Denken bereits im Vorschulalter gelegt wird.
Wie auch bei dem ersten Schwerpunkt, gibt es zusätzlich zu dem Angebot für die Kinder regelmäßig ein Eltern-Kind-Forschen. So erfahren auch die Eltern wie wichtig das Selbstbegründen von Fragen des Lebens und das Experimentieren für Kinder ist. Auch das Eltern-Kind-Forschen ist ein Familienzentrumsangebot und somit auch für Familien und andere Interessierte von außen geöffnet.

3. Schwerpunkt im Bereich Sprache und Kommunikation, Religion und Ethik und soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung

Eine weitere Auszeichnung, die sich somit auch zu einem Schwerpunkt herauskristallisiert hat, ist die „Erzählwerkstatt“ des Familienbundes in Kooperation mit den professionellen Erzählkünstlern des „TheoMobils“. In 2013 hat unsere Einrichtung diese Auszeichnung nach einem Jahr Fortbildung verliehen bekommen. Erzählwerkstatt heißt, traditionelle, kulturelle und biblische Geschichten, aber auch Märchen, Phantasiegeschichten und viele mehr frei zu erzählen.
Freies Erzählen und kreatives Vorlesen, z.B. mit Kniebüchern oder selbstgestalteten Bildern und Texten, prägen den pädagogischen Alltag. Das freie Erzählen von Geschichten und Märchen ist neben dem alltäglichen Vorlesen für Kinder eine leicht verständliche Form Wörter in ihrem Wortschatz aufzunehmen und neue Wörter kennenzulernen. Auch die „D-Wörter“ (der, die, das) werden durch das Erzählen noch differenzierter erfahren, da die Kinder nicht nur das Wort hören sondern auch durch begleitende Bewegungen oder Vorstellungen festigen. Durch die Bewegungen mit Mimik und Gestik, mit Beschreibungen und Gefühl, wird die Vorstellungskraft und Phantasie der Kinder angeregt. Sie entwickeln eigene Bilder ohne vorgefertigte Bilderbücher. Das Erzählen von Geschichten ist für alle Kinder der Einrichtung und sogar für viele Eltern ein wundervolles Erlebnis. Die Zuhörer reisen in verschiedene Welten und erweitern ihren Erfahrungsschatz. Zusätzlich ist das Erzählen von Geschichten eine ausgereifte Sprachförderung. Vor allem für Kinder, welche die deutsche Sprache bisher nur gering beherrschen oder für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. Gerade für unser Einzugsgebiet ist diese Art der Sprachförderung sehr Kind- und Familienorientiert. Neue Wörter werden nicht nur gehört sondern durch Bewegungen, Gefühle und den Ausdruck über mehrere Wahrnehmungskanäle aufgenommen und können sich so besser verankern. Spannende Geschichten, Alltagsgeschichten oder Tiergeschichten kennen alle Kinder und sind begeistert. Das freie Erzählen ermutigt die Kinder selbst frei zu sprechen und stärkt die Auffassungsgabe. Die Sprachförderung findet im Verborgenen statt.
Es finden regelmäßige Erzählrunden statt, die gruppenübergreifend genutzt werden. Erzählt wird auch in den Gruppen, ob ein Märchen o.ä. oder auch mal aus dem Stegreif, mit Hilfe von Memorykarten oder unserem Stegreifmaterialien.
Die Kinder werden stets ermutigt eigene Geschichten zu erfinden, zu erzählen oder auch zu spielen.
Auch bei diesem Schwerpunkt, gibt es zusätzlich zu dem Angebot für die Kinder regelmäßiges Eltern-Kind-Erzählen. Geschichten zu lauschen bereichert „groß“ und „klein“ und so erfahren auch die Eltern den Zauber des freien Erzählens und erleben wie konzentriert Kinder durch Augenkontakt und Nachfragen Geschichten hören und weiter ausmalen. Auch das Eltern-Kind-Erzählen ist ein Familienzentrumsangebot und somit auch für Familien und andere Interessierte von außen geöffnet.

Methoden unserer pädagogischen Arbeit

Die Methoden beschreiben die Umsetzung der pädagogischen Ziele in unseren Alltag. Wie können die hohen pädagogischen Anforderungen in einen kindgerechten Alltag eingefügt werden? So dass die Kinder auch ausreichend Zeit für ihre selbstentwickelten Spielimpulse haben? Was genau stellt dabei den Anteil der Erzieherinnen dar?

Los geht’s...

Die Eingewöhnung

Um den Start in die Einrichtung zu erleichtern, legen wir großen Wert auf eine behutsame Eingewöhnungsphase. Wir arbeiten angelehnt an das „Berliner Modell“. Bei diesem Modell geht die Mutter, der Vater oder eine andere erste Bindungsperson mit in die Gruppe, den Erzieherkontakt und das Spiel. Das Kind kann sich so erst mal in sicherer Vertrautheit durch die Bindungsperson an den Raum und die Menschen „gewöhnen“. In einem weiteren Schritt wird die Bindungsperson den Raum kurzzeitig verlassen und bei Bedarf wieder da sein. Diese Phasen sollen zeitlich immer weiter ausgedehnt werden. So erfährt das Kind, dass seine Mutter, sein Vater oder die Bindungsperson immer verlässlich wieder kommt und es sich trotzdem in der Einrichtung wohlfühlen kann.
Sicherheit und Verlässlichkeit in liebevoller Atmosphäre sind die wichtigsten Aspekte für ein gutes Bindungsverhalten des Kindes.
Eltern und vor allem die Kinder benötigen einen ruhigen und individuellen Zeitrahmen für die Eingewöhnung. Wir bieten daher Eingewöhnungsnachmittage an, bei denen die Kinder in Gegenwart ihrer Eltern den neuen Raum erkunden und bereits Kontakte zu anderen Kindern aufnehmen können. Die Eltern haben die Möglichkeit, sich über den Gruppenalltag zu informieren, Ängste zu äußern und Fragen zu stellen. Gemeinsam wird die Gestaltung der Eingewöhnungszeit besprochen, die Eltern wiederum informieren die Erzieherinnen über Besonderheiten und Gewohnheiten ihrer Kinder. Dies gilt besonders für die Kinder unter drei Jahren oder die Kinder mit besonderem Förderbedarf. In einem intensiven Aufnahmegespräch werden diese Besonderheiten, Gewohnheiten und vieles mehr zum Kind in einem Fragebogen notiert. Für einen ruhigen und wertschätzenden Austausch kann auch das Angebot des Hausbesuches durch unsere Fachkräfte genutzt werden. Dieses Angebot bietet Möglichkeit, den Fragebogen auszufüllen und unterstützt neben dem partnerschaftlichen Erziehungsaustauschs auch den guten Bindungsaufbau zum Kind. Ein Bezug wird hergestellt und Anknüpfungspunkte können gesetzt werden. So kann die Eingewöhnung zusätzlich unterstützt werden.
Es ist wichtig, dass die Kinder in der Eingewöhnungszeit so lange von Mutter, Vater oder einer anderen Bindungsperson begleitet werden, bis eine stabile Bindung zur Erzieherin besteht. Kinder unter drei Jahren sind auf die Anwesenheit ihrer Bezugsperson angewiesen, um emotional ausgeglichen ihre Umgebung erkunden zu können. Wenn das Kind sich von der nächsten Bindungsperson, der Erzieherin, trösten lässt, in eine Beobachtungsrolle geht oder mit Freude und Neugier die neue Umgebung erkundet, können die Eltern ihr Kind zur Betreuung in der U3 Gruppe der Kindertageseinrichtung überlassen. Wichtig ist es, dass die Eltern stets erreichbar sind, um dem Kind eine verlässliche Sicherheit zu bieten, wenn es sich einmal nicht wohlfühlt. Denn unter Zwang kann keine Bindung aufgebaut werden – Bindung kann nicht erlernt werden!
Den Eltern wird während der Eingewöhnungsphase täglich berichtet, wie ihr Kind die Ablösung gemeistert hat. Zusätzlich werden die Entwicklungsschritte mit Hilfe eines Portfolios und Entwicklungsbriefen oder Entwicklungsberichten dokumentiert und im ersten Elterngespräch, nach ca. 4 Monaten, mit den Erziehungspartnern besprochen.

Freispiel

Die meiste Zeit der Kinder ist heutzutage organisiert und verplant. Gleichzeitig wird das Spiel(en) der Kinder durch „besondere Förderangebote“ zerrissen und zeitlich beschnitten. Ein Widerspruch, der offener nicht zutage treten kann. Daher halten wir es für besonders wichtig, den Kindern ausgiebiges, freies Spielen (Freispiel) zu ermöglichen. Während des Freispiels haben die Kinder die Möglichkeit frei unter den verschiedenen Spielangeboten je nach Vorlieben und Neigungen zu wählen, aber auch der Spielpartner bzw. die Spielpartnerin kann von den Kindern frei gewählt werden.

Freispiel bedeutet auch Freiraum, das heißt:

Bundeskinderschutzgesetz

Um die Rechte der Kinder und die Qualität in den Kindertageseinrichtungen zu sichern möchten wir folgend unsere Vorgehensweise im Rahmen des Bundeskinderschutzgesetzes beschreiben. Die Änderungen im Bundeskinderschutzgesetz bedürfen konkreter Festschreibung, um sicher zu stellen, dass die Kinder die Rechte erhalten, die ihnen zustehen.
Die Kinder sollen in einem kindgerechten Deutschland aufwachsen und die Beteiligung der Kinder sollte mehr und mehr Beachtung finden. Die Sicherung der Fürsorge, der Schutz und die Sicherstellung der grundsätzlichen Kinderrechte waren ein erster Schritt. Als weiterer Schritt werden mehr und mehr die Beteiligung der Kinder und die Beschwerderechte gelebt. So gehen wir folgend auf den ersten Aspekt ein.

Präventionsordnung

Augen auf! - Hinsehen und schützen

„Unter dieses Leitwort hat das Erzbistum Paderborn seine Anstrengungen und Maßnahmen zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gestellt. Aus dem Leitwort wird deutlich, dass bereits das verstärkte Hinsehen – also das Nicht-Wegschauen – einen aktiven Schutz vor sexualisierter Gewalt darstellen kann.
Die Fälle, in denen Kinder und Jugendliche, aber auch erwachsene Schutzbefohlene in Familien oder in den verschiedenen Einrichtungen körperlich, seelisch und sexuell misshandelt wurden, haben uns tief erschüttert. Und genau deshalb ist es wichtig, sensibel und wachsam für Verletzungen der Grundbedürfnisse und Grundrechte eines jeden Menschen zu sein und für deren Durchsetzung auch einzutreten. Hier sind insbesondere die Erwachsenen und die jeweiligen Institutionen gefordert, um Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene in unseren Gemeinden und Einrichtungen zu schützen und vor sexualisierter Gewalt zu bewahren.
Als Kirche im Erzbistum Paderborn sind wir uns unserer besonderen Verantwortung für den Schutz uns anvertrauter Menschen in unseren Diensten und Einrichtungen bewusst. Um dieser Verantwortung nachzukommen, hat Erzbischof Hans-Josef Becker unterschiedliche Maßnahmen zur Vorbeugung von sexueller Gewalt eingeführt, die in der Ordnung zur Prävention von sexualisierter Gewalt an Minderjährigen und schutz- oder hilfebedürftigen Erwachsenen (kurz: Präventionsordnung) dokumentiert sind. Diese bilden die Grundlage für unsere Anstrengungen in der Präventionsarbeit.“
(Quelle: www.praevention-erzbistum-paderborn.de)

Präventionsordnung mit Ausführungsbestimmungen befindet sich im Anhang.
Die uns anvertrauten Kinder, besonders die soziale und emotionale Kompetenzförderung, bedarf besonderer Achtsamkeit gegenüber Gewalt in allen Facetten. So müssen alle Beschäftigten in der Kindertageseinrichtung regelmäßig das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis aktualisieren und mit Beginn der Beschäftigung die Selbstverpflichtungserklärung zur Präventionsordnung lesen und sich per Unterschrift zur Einhaltung verpflichten. Über Schulungen werden alle Mitarbeiterinnen der Einrichtung sensibilisiert. Was ist eine Misshandlung? Wann wird von Missbrauch gesprochen? Wie erkennt man sexualisierte Gewalt?
Diese Fragen werden thematisiert und im Team ausgewertet und für die Einrichtung umgesetzt.

Für unsere Einrichtung und somit für unsere Mitarbeiterinnen ist der Schutz der Kinder oberstes Ziel. Die Grundlagen und Regelungen für die Wahrung jedes einzelnen Kindeswohls wird über die Präventionsordnung mit den Ausführungsbestimmungen und über den § 8a geregelt. Über den § 8a stehen für uns klare Vorgehensweisen zur Verfügung. Diese werden im nächsten Punkt beschrieben.

8a Kindeswohlgefährdung

Unsere Kindertageseinrichtung hat auf der Grundlage des § 8a einen Kooperationsvertrag mit der Familienberatungsstelle. Dies bedeutet, dass wir bei Unsicherheiten eine insoweit erfahrene Fachkraft für die anonyme Beratung hinzu ziehen können. Es ist wichtig für jedes Kind, dass bei Beobachtungen der Erzieherinnen, die ein erstes unsicheres Bauchgefühl auslösen, eine weitere Meinung eingeholt wird. Durch diese Zusammenarbeit werden die Kinder geschützt und eine bestmögliche Entwicklung gefördert. Die Rechte der Kinder, welche im Bundeskinderschutzgesetz festgeschrieben sind, können somit gesichert werden. In unserer Einrichtung gibt es eine Erzieherin, die sich regelmäßig mit Fortbildungen zu diesem Thema beschäftigt und so auch die anderen Mitarbeiterinnen für die Kindeswohlgefährdung sensibilisiert.
Es ist uns, neben unserer Pflicht, wichtig, den Kindern ein Gehör zu verschaffen. Die Kinder sollen durch die Partizipation, welche folgend konkreter aufbereitet wird, lernen, sich mit ihren Gefühlslagen zu äußern und erkennen, dass sie mit ihren Interessen und Meinungen anerkannt und wertgeschätzt werden.

Partizipation, Beschwerden und Zufriedenheit von Kindern

Als Basis für die Beteiligung der Kinder dient das Bundeskinderschutzgesetz. Unsere pädagogischen Ziele und die daraus resultierenden Methoden orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder. Daher erhalten sie auch ein großes Mitspracherecht. Wir möchten den Kindern eine größtmögliche Beteiligung an den Planungen bieten. Dies ermöglichen wir schon seit längerem Zeitraum erstens durch Kinderkonferenzen und Abfragen, wie z.B. zur Raumgestaltung. So sind die Veranstaltungen, wie die Vater-Kind-Aktion und der Familiengottesdienst zum Advent durch die Ideen der Kinder gestaltet worden. Auch die Flurecke wurde durch eine Abfrage und somit nach den Interessen der Kinder neu gestaltet.
Beschwerden der Kinder nehmen wir zum Anlass, unsere pädagogischen Handlungen zu hinterfragen und wägen das Maß der Entscheidungskraft der Kinder ausgiebig ab. So werden Beschwerden der Kinder genauso dokumentiert wie Anmerkungen der Eltern.
Für alle Kinder findet am Vormittag ein Morgenkreis statt. In diesem Morgenkreis wird mit den Kindern der Tag besprochen, Anregungen entgegengenommen und Mitteilungen der Kinder aufgenommen. Auch die Kinder unter drei Jahren erhalten partizipative Möglichkeiten in unserer Einrichtung. So werden sie erstens in Sitzkreisen nach ihren Wünschen befragt. In dieser „Minikonferenz“ werden die Fragen aufgrund der sich noch ausbildenden Sprachkompetenz einfach gestellt. Die Mitarbeiterinnen berücksichtigen dahingehend auch die bereits getätigten Beobachtungen. So werden die Minikonferenzen nach Möglichkeit mit Materialien (Fotos, Spielideen o.ä.) vorbereitet. Die Kinder können über danach greifen oder benennen ihre Bedürfnisse kenntlich machen. Bezüglich der Beschwerdemöglichkeiten von Kindern unter drei Jahren ist das einfühlende Beobachten der Mitarbeiterin ein besonders wichtiger Aspekt.
Wird eine Unzufriedenheit oder ein Bedürfnis eines Kindes wahrgenommen, gehen die Mitarbeiterinnen durch Nachfragen und Aufzeigen von Möglichkeiten darauf ein. Die Wahlmöglichkeit bleibt dabei jederzeit bei den Kindern. Die Beschwerden der Kinder unter drei Jahren werden ebenfalls wie die Beschwerden der anderen Kinder, der Eltern und der Mitarbeiterinnen dokumentiert. Die Möglichkeiten der U3 Partizipation wird stetig weiterentwickelt.
Einmal im Jahr werden alle Kinder über einen kindgerechten Abfragebogen zu ihrer Zufriedenheit befragt. Sie dürfen ihre Ideen und Wünsche äußern. Die Mitarbeiterinnen werten die Abfrage aus und ziehen Handlungsperspektiven.
So wird der gesamte Bereich der Partizipation zurzeit noch weiter ausgebaut. So ist künftig die Einführung von Gruppensprechern geplant, die ähnlich wie Klassensprecher als Sprachrohr fungieren sollen. Die Kinder sollen über eine große Kinderkonferenz gegenseitig von ihren Ideen profitieren und diese unter Berücksichtigung bestimmter Grenzen weiterentwickeln und auch reflektieren.
Auch möchten wir gemeinsam mit den Kindern die bisherigen Angebote evaluieren. So sollen die Kinder erstens Formulierungen üben, über Situationen, die ihnen so nicht gerecht sind und folgend Neuerungen gemeinsam mit den Erzieherinnen entwickeln, um einen neuen Nährboden für die eigene Entwicklung zu schaffen.

Zusammenarbeit mit Eltern

Ziele der Zusammenarbeit

Die gute Zusammenarbeit mit den Eltern, bildet die Grundlage für eine pädagogisch wertvolle Arbeit mit den Kindern. Wir streben eine Erziehungspartnerschaft an, die von gegenseitigem Vertrauen getragen wird. Durch Elternabende, Aktionen, Feste, Vater-Kind Aktionen, Mutter-Kind-Aktionen, Gottesdienste, Elternsprechtage, Schnuppernachmittage zum Kennenlernen, Gesprächsnachmittage und Sprechstunden mit der Familienberatungsstelle und regelmäßigen Treffen mit dem Elternbeirat, wollen wir diese Partnerschaft stärken. Der regelmäßige Austausch über Ereignisse in der Gruppe und geplante Aktivitäten prägen unsere Arbeit. Voraussetzung für eine pädagogisch wertvolle Arbeit für die Kinder, sind gute Kontakte und Gespräche mit den Eltern.
Schon bei den Anmeldegesprächen nehmen wir uns für die vorher abgesprochenen Anmeldetermine viel Zeit. Den Eltern wird die Einrichtung gezeigt und über die Arbeit in unserer Kindertageseinrichtung berichtet. Die Eltern können dann anschließend entscheiden, ob sie die von uns gelebte Pädagogik mit ihren eigenen Grundsätzen vereinbaren können und ob sie ihr Kind bei uns anmelden möchten

Erziehungspartnerschaft

für eine erfolgreiche Entwicklungsförderung
und ein glückliches Familienleben

Sie wollen:

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Diensten

Jugendamt der Stadt Iserlohn

Die Stadt Iserlohn, insbesondere das Jugendamt kooperiert mit uns. Die Kindergartenbeiträge der Eltern werden an das Jugendamt entrichtet und auch andere finanzielle Veränderungen müssen mit dem Jugendamt abgestimmt werden. Manche Familien in unserem Kindergarten werden durch eine Fachkraft über das Jugendamt betreut, auch hier ist es wichtig in ständigem Kontakt zu stehen, um den Familien mit ihren Kindern die bestmögliche Hilfe bieten zu können. Hier findet mit den einzelnen Mitarbeiterinnen ein intensiver Austausch statt.

Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt des Märkischen Kreises führt einmal im Jahr eine Reihenuntersuchung für alle Kinder durch, die zwei Jahre später eingeschult werden. Verschiedene, eventuell auftretende, Defizite sollen frühzeitig entgegen gewirkt werden. Durch den recht frühen Untersuchungszeitraum besteht noch die Möglichkeit Fördermöglichkeiten einzuleiten. Zusätzlich führt der zahnärztliche Dienst des Gesundheitsamtes einmal jährlich eine Reihenuntersuchung und eine Prophylaxe – Aktion durch und organisiert einen Besuch in einer Zahnarztpraxis für alle Maxi – Kinder.

Grundschulen

Die Grundschulen sind für uns sehr wichtige Kooperationspartner. Einmal im Jahr findet für alle Eltern der vierjährigen Kinder ein Elternabend in der Grundschule statt. Die Eltern werden dort über die Wichtigkeit des Spielens und über Kompetenzen die zur Schulreife gehören informiert. Gleichzeitig stellen sich dort verschiedene Kindergärten vor, die an vorbereiteten Stationen zeigen, wie man Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen kann. Die Eltern können dann an den verschiedenen Stationen selbst einige Dinge ausprobieren und bekommen viele Anregungen für die weitere Förderung ihrer Kinder. Einen Arbeitskreis mit den Kindergärten und dem Grundschulverbund des Sozialraumes bietet weitere intensive Austauschmöglichkeit und Planungsmöglichkeit von gemeinsame Veranstaltungen oder Aktionen. Damit ist ein stetiger Kontakt zu der Grundschule gewährleistet. Durch einen Schnuppermorgen in der Schule haben auch die zukünftigen Schulkinder die Möglichkeit Kontakt zu ihrer neuen Schule und den dazugehörigen neuen Lehrern zu knüpfen.

Diözesan Caritasverband

Der Diözesan-Caritasverband Paderborn hat die Fachaufsicht über unsere Einrichtung. In Paderborn arbeitet eine Fachberaterin, die uns in der pädagogischen Arbeit unterstützt und berät. Für den Bereich integrative Erziehung gibt es vom Caritasverband eine weitere Fachberatung. Regelmäßig werden durch die Fachberaterin Leiterinnentagungen angeboten, auf denen über neueste rechtliche Bestimmungen informiert wird und auch pädagogische Themen bearbeitet werden.
Auf kommunaler Ebene besteht ein Arbeitskreis für Kindergartenleiterinnen zum kollegialen Austausch, an dem die Leiterinnen regelmäßig teilnehmen.
Der Caritasverband bietet Fortbildungen für Erzieherinnen und Leiterinnen auf Diözesan und Regionalebene an.

Familienberatungsstelle

Die Familienberatungsstelle ist für uns ein wichtiger Ansprechpartner, mit der wir unsere bestehende Verbindung weiter vertiefen möchten. Je nach Anmeldezahlen finden in unserer Einrichtung Klön – Nachmittage zu bestimmten Themen statt. Gemeinsam mit einer Fachkraft von der Familienberatungsstelle und interessierten Eltern aus unserem Kindergarten wird dann zu diesem Thema gemeinsam diskutiert und sich ausgetauscht. Einmal im Monat bietet im Rahmen der Kooperation mit unserem Familienzentrum die Familienberatungsstelle über eine Fachkraft eine offene Sprechstunde an. Diese ist ebenfalls für Familien des Sozialraums zugänglich.
Auch das Team des Kindergartens wird in Dienstbesprechungen, z.B. durch eine Mitarbeiterin der Familienberatungsstelle über neue Paragraphen und bestimmte Vorgehensweisen informiert und hat die Möglichkeit, sich bei Problemen mit Kindern und deren Familien Unterstützung einzuholen.

Frühförderstelle und andere externe Fördereinrichtungen

Die Zusammenarbeit mit der Frühförderstelle und auch anderen Fördereinrichtungen, wie z.B. logopädische Praxen, stellen einen wichtigen Aspekt dar. Der Austausch über Kinder, die zusätzliche Förderung erhalten, ist für unsere Arbeit in der Einrichtung besonders wichtig, um ergänzend zu dem Angebot der Fördereinrichtungen die Kinder bestmöglich zu fördern. Auch dienen diese Austauschgespräche den Fachkräften der externen Einrichtung, um sich ein Bild von den Kindern in einer Gruppensituation zu verschaffen. Dies gilt auch nicht nur für die Kinder, die bei uns integrativ gefördert werden.

Kollegiale Fallberatung mit anderen Kindertageseinrichtungen

Der Austausch mit anderen Kindergärten ist ein wichtiger Aspekt in unserer pädagogischen Arbeit. Die Erzieherinnen der U3 Gruppe sind z.B. in einen anderen Kindergarten gefahren, um sich dort über die Arbeit und Raumgestaltung zu informieren. Sie kamen mit vielen Anregungen und Informationen zurück, welche teilweise in die eigene Arbeit übernommen werden. Auch die Leiterin besucht andere Kindergärten und informiert sich dort über pädagogische Inhalte, um sich Anregungen für die eigene Arbeit zu verschaffen. Zusätzlicher Austausch findet durch den neu gebildeten Arbeitskreis für Erzieherinnen und Leiterinnen statt, der ca. einmal im Vierteljahr stattfindet.

Musikschule

Die Musikschule bietet in unserer Einrichtung einmal wöchentlich für alle Kinder ab vier Jahren eine musikalische Früherziehung an, die von den Eltern dann durch einen zusätzlichen Betrag in Anspruch genommen werden kann. Die Musikstunde findet am Vormittag in unserer Turnhalle statt. Die Musikschullehrerin beteiligt sich auch bei Veranstaltungen z.B. mit Aufführungen der Musikschulkinder.

Pfadfinder

Die Pfadfinder der Gemeinde werden in Zukunft auch verstärkt an unseren Sommerfesten teilnehmen und dort für die Kinder z.B. Stockbrot anbieten. Dadurch wollen wir die Zusammenarbeit fördern und auch das Interesse bei den Kindern für die Pfadfinder wecken.

Öffentliche Institutionen

Die Maxi-Kinder unserer Einrichtung besuchen unterschiedliche öffentliche Institutionen. Den Kindern wird die Gelegenheit gegeben, öffentliche Institutionen in ihrer Umgebung kennen zu lernen und Berufsfelder zu entdecken. So wird das Elisabeth-Krankenhaus einmal jährlich mit den Maxi-Kindern besucht.
Die Polizei unterstützt uns im Bereich der Verkehrserziehung für die Maxi-Kinder. Durch einen ausgiebigen Spaziergang mit dem Verkehrspolizisten und einer Erzieherin, werden den Kindern die Gefahren im Straßenverkehr spielerisch näher gebracht und sie werden für ein umsichtigeres Verhalten sensibilisiert. Die Kinder bekommen im Rahmen der Verkehrserziehung einen Fußgängerführerschein. Auch für die Eltern wird dann zu diesem Zeitpunkt ein Elternnachmittag angeboten, auf dem sie viele wichtige Informationen bezüglich der Verkehrserziehung erfahren können. Wenn wir die Möglichkeit haben, besuchen wir mit den Maxi-Kindern die Polizeiwache in Letmathe.
Der Besuch des Floriansdorfes (Brandschutzeinrichtung) stellt für die Maxi – Kinder immer ein Highlight dar. Das Floriansdorf bietet einmal die Brandschutzerziehung und das „Haus der Gefahren“ für unsere Maxi – Kinder an. Bei der Brandschutzerziehung werden die Kinder auf spielerische Art mit den Gefahren bei einem Brand vertraut gemacht.
Zu Beginn erfahren die Kinder etwas über die Entstehung des Feuers und das Feuer grundsätzlich etwas Wertvolles und Positives ist. Die Mitarbeiter die dies durchführen sind besonders auf den Umgang mit Kindern geschult und wissen, auf eine angemessene Art die Brandschutzerziehung durchzuführen. Beim „Haus der Gefahren“ können die Kinder dann praktisch dieses Thema umsetzen. Dazu gehören das Flüchten aus einem mit Qualm gefüllten Raumes und auch das Absetzen eines Notrufes.
Die Bäckerei des Sozialraums, Bäckerei Schreiber versucht einmal im Jahr einen Termin mit uns zu vereinbaren, damit die Kinder die Bäckerstube und die Arbeit darin kennen lernen. Als besonderen Zusatz dürfen die Kinder dann auch selbst etwas backen, was sie später auch mit nach Hause nehmen dürfen. Dafür erhebt die Bäckerei einen kleinen Kostenbeitrag.
Ebenfalls einmal im Jahr besuchen die Maxi – Kinder die Waldschule in Letmathe. Der Besuch erstreckt sich über zwei Tage, jeweils am Vormittag. Die Kinder erleben am ersten Tag eine Einführung in das Waldleben, die Waldbewohner und die Flora. Am zweiten Tag gehen dann die Kinder mit dem Waldschullehrer und zwei Erzieherinnen in den Wald, um sich auf Entdeckungsreise zu begeben.

Qualitätsmanagement

Unsere Einrichtung arbeitet mit dem Qualitätsmanagement namens KTK – Gütesiegel. Es beruht auf der DIN EN ISO 90001:2008. Dies bedeutet, dass wir alle pädagogischen Prozesse und alle Rahmenbedingungen festschreiben, um die Qualität unserer Arbeit stets zu erfüllen, diese immer wieder evaluieren und neuen Anforderungen anpassen und dem aktuellen Bedürfnis und Bedarf unserer Kinder und Familien gerecht zu werden.

Ziele des Qualitätsmanagements

Unser Ziel ist es die Qualität in unserer Arbeit zu sichern. Sowohl in den pädagogischen und religiösen Strukturen als auch bei allen weiteren Rahmenstrukturen, die unsere Einrichtung betreffen.
„Viele Eltern prüfen bei der Wahl der Kindertageseinrichtung, welches Angebot den Ansprüchen am ehesten entgegenkommt, ob das Kind während der Berufstätigkeit gut untergebracht ist und welche zusätzlichen Serviceleistungen die Kindertageseinrichtungen anbieten. Viele Fragen der Familien und ein Vergleich mit anderen Kindertageseinrichtungen entstehen. In dem hiermit verbundenen Wettbewerb werden sich die behaupten, die mit ihrer Arbeit den Anforderungen eines modernen Dienstleistungsverhältnisses entsprechen. Auch hierin unterstützt das Gütesiegel Erzieherinnen und Rechtsträger.“ (Quelle: KTK-Gütesiegel; Einleitung – 1)

Formen und Evaluation des Qualitätsmanagements

Das Qualitätsmanagement umfasst Praxisindikatoren, welche die Anforderungen und Ziele an katholische Einrichtungen beschreiben. Die Leitziele und Gedanken gestalten den Alltag unserer Einrichtung. Um die Anforderungen zu strukturieren, werden Prozesse über Prozessregelungen festgeschrieben. Über Audits in unterschiedlichster Form werden Prozesse reflektiert und evaluiert. Eine übergeordnete Sicherung der Qualität stellt die jährliche Managementbewertung dar. Es werden Jahresziele formuliert, die sich aus dem Rückblick und der Reflektion des letzten Kindergartenjahres herauskristallisiert haben. Stets mit Blick auf die Bedarfe der Familien, den christliche Grundhaltung und die pädagogische Konzeption.
Das KTK-Gütesiegel strukturiert die Prozesse in umfassende Bereiche. So werden sowohl Anforderungen in dem Bereich Kinder, Eltern, Kirchengemeinde, Sozialraum, Glaube, Träger und Leitung, Personal als auch an die Mittel und die Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung vorgehalten.

Zukunftsvisionen

Eine Konzeption ist immer in Veränderung und wird jährlich evaluiert. Dies ist ein guter Prozess, da wir als Team auch „beweglich“ sein möchten und uns immer wieder neuen Herausforderungen stellen wollen und müssen.
Über das Bundeskinderschutzgesetz wird ein Schwerpunkt in dem nächsten Kindergartenjahr die Partizipation darstellen. Die Kinderkonferenzen werden ausgebaut und der Aufbau eines Kinderparlaments ist angedacht. Ebenso werden wir stärker nicht nur die Kinder sondern auch die Eltern über Abfragen in die Planung von Veranstaltungen und Veränderungen der Räumlichkeiten einbeziehen. Die teiloffene Arbeit wird künftig über gruppenübergreifende Tätigkeiten verstärkt und ein neues Raumkonzept, mit weiteren Funktionsräumen, wird erstellt.
Der Aufbau zum Familienzentrum ist unserer Einrichtung im Sommer 2014 erfolgreich gelungen. Im kommenden Kindergartenjahr werden der Ausbau und eine Differenzierung der Angebote begonnen.

Schlusswort

Es ist nicht immer leicht das zu leben, was den eigenen Vorstellungen und Ideologien entspricht. Durch politische Entscheidungen muss man Dinge hinnehmen, die für die Arbeit mit den Kindern oft sehr hinderlich sind. Trotz allem sind wir bestrebt das Beste zu geben und immer nach vorne zu schauen, um im Rahmen der gegebenen Situation eine pädagogisch wertvolle und vor allem liebevolle Arbeit zu leisten.

Stefanie Bleicher
und das gesamte Team des kath. Familienzentrums St. Hedwig